Zwetschge und Made: Was am besten hilft

Hoch oben im Baum hängen nicht nur die süßesten Früchte. Die Zwetschge weit oben ist meist auch frei von der Made, die die Früchte sonst unappetitlich befällt.

Zwetschge und Made, eine unangenehme Verbindung Jahr für Jahr. Eklig allein ist schon die weiße, sich bäumende Made, doch noch mehr ist es der schwarze, krümelige Kot, der sich in den Zwetschgen befindet und den man leider sieht, wenn man die Zwetschge entsteint.

Zwetschen mit Made fühlen sich meist schon etwas pampig an. Manchmal sieht man auch ein „Einstiegsloch“ in der blauen Schale. Oben im Baum jedoch hängen jene Zwetschgen, die frei sind von der Made.

Was hilft gegen die lästigen Maden?

Der Pflaumenwickler, ein Insekt, legt seine Eier auf die kleinen Pflaumen. Die Maden bohren sich dann in die Früchte und fressen sich durch, mit entsprechenden schwarzen Hinterlassenschaften, die sichtbar werden, wenn man die Zwetschgen aufschneidet.

Um dies zu verhindern, kann man bei starkem Befall eine Pflaumenwicklerfalle in den Baum hängen. Dies geschieht im Frühjahr und sorgt dafür, dass die Männchen des Insekts, die fliegen können, auf den Leim gehen, der in der Falle steckt. Angezogen werden die Insekten durch einen Sexuallockstoff.

Die ersten Pflaumen sind madig

Man fängt üblicherweise nur einige wenige Männchen. Doch dies reicht, damit Weibchen nicht befruchtet werden. Diese legen sonst ihre Unmengen an Eiern auf die Früchte.

Da die Weibchen nicht fliegen können, kann man auch den Stamm vor ihnen schützen, mit einem Leimring, solange der Baumstamm nicht zu groß im Umfang ist.

Weil die Weibchen die nahe liegenden Früchte und Blüten zur Eiablage ankrabbeln, sind überwiegend die unteren Pflaumen befallen. Und diese fallen dann eben früher. Daher sind die ersten Pflaumen madig, wie es landläufig heißt. Übertragen meint das auch: Freue dich nicht zu früh über Früchte, die du erntest.

Die Pflaumenwicklerfalle – eine reicht – wird im Frühjahr in den Baum gehängt. Sie ist in Gartencentern zu kaufen, nicht ganz billig, aber effektiv.

Autor: Manfred Pantförder

Redakteur

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