Totentrompete finden

Totentrompete, Herbsttrompete

Die Herbsttrompete ist ein besonderer Pilz. Wegen Form und Farbe wird sie auch Totentrompete genannt. Dieser Pilz wächst unter bestimmten Bedingungen.

Die Totentrompete sieht nicht nur auffallend anders aus als andere Speisepilze, sie gilt wegen ihrer Farbe und Konsistenz in Gerichten auch als eine Art Trüffelersatz. Ein helles Nudelgericht mit schwarzen Totentrompeten sieht interessant aus, vor allem wenn die Trompetenform des Pilzes gut erhalten bleibt.

Totentrompete unter Buchen

Die Herbsttrompete ist seltener zu finden, da sie besondere Bedingungen am Standort braucht. Die Totentrompete steht meist unter Buchen, auch unter Eichen, und bevorzugt Kalkboden. Das findet sich in vielen Wäldern nicht in dieser Kombination.

Totentrompete für würzige Saucen

Ich bevorzuge jedoch die Pulvervariante. Totentrompeten trocknen und zerbröseln, in einem dunklen Gefäß kühl lagern. Dieser trockene Extrakt ist eine kräftige Würze für Saucen und längere Zeit zur Hand.

Dazu Zwiebel in Öl anschmoren und leicht bräunen, mit etwas Wasser oder Wein ablöschen, gegebenenfalls Möhre, Sellerie, Lauch, Knoblauch oder anderes Gemüse sowie das Pilzpulver, etwa einen Teelöffel voll, einige Minuten lang mitköcheln. Fehlt noch eine Prise Salz. An Gewürzen sind noch Pfeffer oder Chili, an Kräutern Petersilie harmonisch.

Entweder seihe ich die Sauce zum Schluss ab oder püriere alles samt Pilzen und seihe danach ab, dann wird die Sauce allerdings sämiger. In jedem Fall sollten die schwarzen Pilzkrümel nicht mehr zu sehen sein. Das Auge isst schließlich mit.

Totentrompete massenhaft

Noch habe ich einen kleinen Rest Totentrompeten-Pulver zum Kochen. Im Oktober geht es dann wieder ans Finden. Wenn die Herbsttrompete sich zeigt, dann gleich massenhaft. Aber: Das ist nicht in jedem Jahr der Fall.

Die ökologische Bedeutung der Pilze ist jenseits der Speisekarte enorm. Viele leben in Symbiose mit Bäumen, versorgen sich mit diesen wechselseitig mit Nährstoffen und Wasser. Keiner kann ohne den anderen. Das gilt auch für die Herbsttrompete, den ungewöhnlichen Speisepilz neben Maronenröhrling und Steinpilz.

Autor: Manfred Pantförder

Redakteur

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