Thünen-Institut beschreibt die Waldnutzung

Thünen-Institut, Agrar-Atlas, Renaturierung, Schafe, Konversion, grünes Band

Das Thünen-Institut hat nach dem Agraratlas mit zahlreichen Karten zur Landnutzung nun speziell Karten zur Waldnutzung in Deutschland vorgelegt.

Die Karten zum Wald machen Holzvorrat und Kohlenstoffspeicherung deutlich. Trends der Waldentwicklung in Deutschland sollen veranschaulicht werden. Die ökologische Bedeutung der Wälder ist nicht strittig, die ökonomische ist allerdings schwierig zu bewerten.

Erfasst wird auch der Wildtierbestand und Ergebnisse der Jagd. Damit soll z.B. mit Blick auf Wildschweine gezeigt werden, wie etwa Verkehrsplanung, Unfallvermeidung und das Leben der Wildtiere in einzelnen Regionen abgestimmt werden könnten.

Die Karten, die das Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei mit Hauptsitz in Braunschweig, veröffentlichte, sollen Auskunft über Trends in der Landwirtschaft geben, mit Blick natürlich auch auf die Umweltverträglichkeit von Landnutzung und Viehhaltung. Landwirtschaftliche Flächen in Deutschland sind knapp. Wie werden sie genutzt, konventionell und ökologisch?

Rund die Hälfte der Fläche hierzulande werde landwirtschaftlich beackert, heißt es. Es geht um Getreide – Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und andere, um Mais, aber auch um Ölsaaten. Auch die Viehhaltung wird auf den Karten abgebildet: Wo und in welchem Ausmaß Rinder, Schweine, Geflügel gehalten werden. Das Thünen-Institut stellt etwa solche Fragen: Wie tiergerecht ist Nutztierhaltung?

Thünen-Institut fokussiert ökologische Folgen

Wichtige Fragen sind etwa, wie viele Tiere gehalten werden, denn das hat Auswirkungen auf Dünger und Folgen wie Nährstoffüberschuss. „Emissionen, mehr als nur Gestank“, formuliert das Thünen-Institut mit Blick auf Kohlendioxid und Klimawandel. Ökologische Folgen werden zum Beispiel auch dann deutlich, wenn über landwirtschaftliche Böden Nährstoffe in Flüsse und Seen gelangen und dort das Algenwachstum begünstigen. Auch die Fischerei, beziehungsweise die Fischzucht, wird im Agraratlas behandelt.

Ökologische Folgen sind auch durch Haus- und Straßenbau oder durch Ausweitung von Monokulturen zu erwarten. Die Daten zeigen Veränderungen von 1999 bis 2010. Das akribische Werk zeigt die Landwirtschaft bis auf die Ebene der Gemeinden.

Hier geht es zum Agrar-Atlas und den Thünen-Karten der Waldnutzung

Autor: Manfred Pantförder

Redakteur

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