Moos im Rasen, entfernen und kompostieren?

Moos, Rasen, kompostieren

Das, was viele Gartenfreunde so schätzen, ist eine ökologische Wüstenei: Rasen. Und wenn dieser auch noch voller Moos steckt, fängt die Plagerei erst richtig an. Was tun gegen all das Moos? Und anschließend wohin damit, auf den Kompost?

Natürlich vertikutieren, im Herbst am besten. Aber bei all der Mäherei und Auslichterei bleiben viele Tierchen auf der Strecke. Ein Rasen ist ein weitgehend lebensarmes Stück Natur. Ein kleiner Kniff: In einem größeren Garten lässt man ein Stück Wiese möglichst wild stehen, mit Blüten, Kräutern und hohen Gräsern. Hier werden alsbald Käfer krabbeln und Grashüpfer springen.

In Sachen Moos muss man an die Ursachen heran: Die sind vor allem Schatten, Staunässe, Nährstoffmangel. Gegen Schatten hilft nichts, außer vielleicht bestimmten Schattenrasen zu säen, der eigens für diesen Zweck gezüchtet worden ist.

Wann Moos sich breit macht

Gegen Staunässe kann man dagegen viel unternehmen. Bei kleineren Flächen etwa mit dem Handvertikutierer den Boden lockern, dabei die Grasnarbe gegebenenfalls stark einschneiden, so sie denn zu dick ist. Das erfordert allerdings einige Kraft und Ausdauer.

Fehlen dem Gras Nährstoffe oder Kalk, macht sich Moos eher breit. Urgesteinsmehl oder Kalk können mit etwas Sand oder feiner  Komposterde gemischt verstreut werden, eher bei Windstille, danach wässern. Außerdem empfiehlt es sich, hin und wieder mit einer „Gartenkralle“ den Boden zu lockern. Dieses simple Gerät hat einige Zacken, die in den Boden gerammt werden, dann wird die Kralle leicht nach rechts und links gedreht. Das hinterlässt keinen großen Flurschaden, ist leicht zu handhaben und dabei effektiv.

Moos kompostieren, aber in Maßen

Der Kampf um perfekten Rasen ist eigentlich nicht zu gewinnen. Warum auch? Ein paar Gänseblümchen, Spitz- und Breitwegerich oder Löwenzahn sollten doch nicht stören.

Nur das Moos muss raus. Das lässt man dann gut abtrocknen, wie Rasenschnitt auch, bevor man es auf den Kompost wirft. Gemischt mit anderem Blätter kompostieren wird es besser verrotten. Denn im Moss steckt wie im Rasenschnitt zu viel Stickstoff. Rinde oder anderes Holziges wie gehäckselte Zweige bringen den notwendigen Kohlenstoffanteil ein.

Zu viel Stickstoff bewirkt, dass der Kompost stinkt, ein sicheres Zeichen, dass es falsch läuft. Rasenschnitt oder eine große Menge Moos modert, klumpt und verrottet zu langsam oder gar nicht. Gut gemischt aber ist Moos dann auch nichts anderes als anderes organisches Material, und das verrottet natürlich. Bei den großen Mengen, die ich manches Jahr aus dem Rasen hole, ist allerdings Geduld beim Verrottungsprozess notwendig.

Autor: Manfred Pantförder

Redakteur

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