Hagebutte: Gelee der Extra-Klasse

Hagebutte

Aus Hagebutte lässt sich ein fruchtiges Gelee kochen. Der Weg dahin ist allerdings mühsam, weil die Härchen rund um die Samen entfernt werden müssen.

Die Früchte der Rosa canina, der Hundsrose, sind das, was wir als Hagebutte bezeichnen. Die prallen Hagebutten wachsen an vielen Wegrändern.

Rezept für eilige Leser

Hagebutten waschen und mit Wasser bedeckt weichkochen.

Abseihen und zusätzlich durch ein Tuch filtern.

Saft mit Gelierzucker vermischen. Beispielmenge: 500 Gramm Gelierzucker (2:1) mit 0,75 Liter Hagebuttensaft  aufkochen.

3 bis 5 Minuten sprudelnd kochen. Gelierprobe nehmen: etwas Saft auf einen kühlen Teller tropfen, geliert dieser binnen kurzer Zeit, kann der heiße Fruchtsaft in Gläser gefüllt werden.

Die Härchen der Hagebutte

Das Pflücken ist angesichts der Dornen und des Gestrüpps an peitschenartigen Zweigen tückisch. Doch weit umständlicher noch ist die Zubereitung. Denn in jeder Hagebutte stecken neben Samen auch lästige borstige Härchen, die entfernt werden müssen. Das kann man einzeln erledigen, doch bei diesen vergleichsweise kleinen Früchten wäre das eine zeitaufwendige Arbeit.

Entsaftung der Hagebutten

Pragmatischer ist die Entsaftung mittels Entsafter oder indem man die Hagebutten erhitzt, zerquetscht, abseiht und den gewonnenen hellroten Saft anschließend noch vorsichtig durch ein Tuch gießt und somit filtert.  Das Zerkochen ist ergiebiger als der Entsafter. Das Gelee wird fruchtiger und nimmt eine rötlichere Farbe an.

Gelierprobe nehmen



Der Saft wird schließlich mit Gelierzucker wie üblich verarbeitet. Da die Hagebutte reich an Pektin ist, kann die Zuckermenge verglichen mit anderen Fruchtsorten geringer gewählt werden. Hier empfiehlt es sich unbedingt, frühzeitig beim Kochen der Masse eine Gelierprobe zu nehmen: nach etwa drei Minuten Kochzeit etwas Saft auf eine kalte Untertasse tröpfeln. Wenn sich nicht rasch ein Geliereffekt einstellt und der erkaltende Saft eindickt, ist mehr Gelierzucker in den köchelnden Hagebuttensaft zu streuen. Gelierprobe wiederholen, bis es klappt. Aber: Kochvorgang auf wenige Minuten begrenzen.

Autor: Manfred Pantförder

Redakteur

2 Gedanken zu „Hagebutte: Gelee der Extra-Klasse“

    1. Warum so ungeduldig und unwirsch, Herr Martenstein?
      Für den eiligen Leser, der ein Rezept sucht, fasse ich gern zusammen:
      Hagebutten waschen und mit Wasser bedeckt weichkochen.
      Fruchtmasse durch ein Sieb drücken und zusätzlich durch ein Tuch filtern.
      Saft mit Gelierzucker vermischen. Beispielmenge: 500 Gramm Gelierzucker (2:1) mit 0,75 Liter Hagebuttensaft aufkochen.
      3 bis 5 Minuten sprudelnd kochen. Gelierprobe nehmen: Etwas Saft auf einen kühlen Teller tropfen, geliert dieser binnen kurzer Zeit, kann der heiße Fruchtsaft in Gläser gefüllt werden.

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