Alte Apfelsorten: Prinz Albrecht von Preußen

alte Apfelsorten

Preußen ist allenfalls noch präsent als Name manch eines Fußballvereins, auch lateinisch als Borussia. Oder im Garten: Prinz Albrecht von Preußen. Alte Apfelsorten wie diese sind erhaltenswert.

Prinz Albrecht von Preußen gedeiht gut auch unter kargen Bedingungen.

  • Die Früchte sind ab Mitte September reif
  • Früchte sind grün-gelb-rot, fest und kompakt. Charakteristisch ist die gedrungene, quasi geplättete Form.
  • Nach der Ernte empfiehlt es sich, den Apfel einige Tage lang kühl zu lagern, dann schmeckt er harmonischer.
  • Genussreife ist dann von November bis Januar, lange Lagerung eher ungünstig.




Alte Apfelsorten je nach Lage wählen

Diese alte Apfelsorte – Herkunft um 1865 – ist anspruchslos und sehr robust, vor allem auch in frostigen Lagen, und nicht sonderlich krankheitsanfällig. Daher ist dieser Apfelbaum in unseren rauen nördlichen Breiten so geeignet.

Die Pflege der Baumscheibe, rund um den Stamm, mit reifem Kompost versteht sich von selbst. Auch die Blüten dieser alten Apfelsorte sind hübsch und schon widerstandsfähig, sodass viele Äpfel zur Reife gelangen, ungewöhnlich wenige Früchte fallen vorzeitig. Diese Apfelsorte ist diploid und ein guter Pollenspender/Befruchter, so etwa für Goldparmäne, Danziger Kantapfel, Goldrenette von Blenheim.

Ein guter Apfel für Kompott, Mus und Kuchen

In diesen süßen und handlichen Apfel kann man mit Genuss beißen. Er eignet sich aber auch durchaus für Apfelkuchen oder Kompott.

„Prinz Albrecht von Preußen“ war eine sehr gute Wahl. Der Baum, ein Hochstamm, ist zwar noch klein, aber macht schon jetzt eine gute Figur im Garten. Mein noch junger Baum trägt schon überraschend gut, manches Jahr ist die Last zu groß, obwohl der Standplatz teils karg und trocken und die Konkurrenz der Bäume und Sträucher in der Nachbarschaft um Licht und Wasser auch beachtlich ist.





Alte Apfelsorten wie Prinz Albrecht von Preußen werden von einigen Baumschulen erhalten und vertrieben.

Alte Apfelsorten und die IGA 2017

Auch für die IGA Berlin 2017, die Internationale Gartenausstellung, sind alte Apfelsorten gepflanzt worden, darunter Prinz Albrecht von Preußen. Im östlichen Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurden 130 Obstbäume auf den öffentlichen Wegen der Kleingartenanlage „Am Kienberg“ gepflanzt, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ausstellungsgelände befindet. Die alten Obstsorten sollen die biologische Vielfalt bereichern, heißt es, und später Teil eines Naturlehrpfads sein.

Autor: Manfred Pantförder

Redakteur

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